Beim Branding
beginnen Zahlen irgendwann sichtbar zu werden.
- Anzahl der Follower
- Aufrufe
- Likes
- Anzahl der Shares
Und natürlich
wenn diese Zahlen nicht gut sind,
beginnt man an sich selbst zu zweifeln.
"Ist mein Beitrag nicht gut?"
"Interessieren sich die Leute nicht?"
"Passt das Branding nicht?"
Aber hier
steckt ein großes Missverständnis.
Follower sind 'Seher',
Vertrauen kommt von 'Suchenden'
Viele Follower zu haben bedeutet,
dass es viele Leute gibt, die dich gesehen haben.
Vertrauen zu haben bedeutet,
dass es Leute gibt, die dich bewusst suchen.
Diese beiden sind völlig unterschiedlich.
Das Signal, dass die Marke geschaffen wurde,
erscheint in solchen Momenten.
- "Dein Beitrag ist mir zu diesem Thema eingefallen."
- "Ich war neugierig auf deine Gedanken, bevor ich diese Entscheidung traf."
- "Ich bin zuerst hierher gekommen, weil es eine ähnliche Situation war."
Das zeigt sich nicht in Zahlen.
Aber es ist der stärkste Indikator.
Vertrauen kommt nicht von 'Gutsein',
sondern von 'ehrlichen Gedanken'
Viele Entwickler
missverstehen Vertrauen auf diese Weise.
"Man wird nur vertraut, wenn man keine Fehler macht."
"Man muss immer die richtige Antwort geben."
"Man sollte nur über Dinge schreiben, von denen man Ahnung hat."
Aber tatsächlich
vertrauen die Leute anderen Menschen.
- Menschen, die ihre Fehler nicht verbergen
- Menschen, die ihre Entscheidungsprozesse offenlegen
- Menschen, die erklären, warum sie falsch lagen, wenn sie es taten
Perfektion
schafft Distanz.
Auf der anderen Seite
werden Menschen, bei denen man den Denkprozess sieht,
näher.
Scheitern an sich ist kein Inhalt,
aber 'strukturiertes Scheitern' ist ein Vermögen
Einfach nur über das Scheitern zu sprechen,
ist kein Branding.
Wichtig ist diese Struktur.
Scheitern → Ursache → Entscheidung → nächste Wahl
Mit dieser Struktur
ist das Scheitern kein Makel mehr.
Stattdessen wird es so gelesen.
"Ah, diese Person
denkt in dieser Situation
auf diese Weise."
Die Leute
vertrauen nicht der Person, die scheitert,
sondern der Art und Weise, wie sie mit dem Scheitern umgeht.
Vertrauen entsteht durch Wiederholung
Vertrauen entsteht nicht
durch einen großartigen Beitrag.
Es entsteht durch Wiederholung.
- In ähnlichen Situationen
- Mit ähnlichen Maßstäben
- Durch ähnliche Entscheidungen
Deshalb sagen die Leute
irgendwann:
"Diese Person denkt immer auf diese Weise."
Dieser Satz
ist das Zeichen für die Vollendung des Brandings.
Veränderungen durch aufgebautes Vertrauen
Wenn Vertrauen aufgebaut wird,
ändert sich die Rolle des Inhalts.
- Verstehen den Kontext ohne Erklärung
- Lesen die Absicht in kurzen Beiträgen
- Folgen dem Denken, auch ohne Schlussfolgerung
Und irgendwann
ändert sich die Beziehung.
Von 'Sehenden'
zu 'Vertrauenden'.
Ab diesem Zeitpunkt beschleunigt sich
das Branding.
100 Follower sind genug Grund
Wenn deine Beiträge
- zuerst in den Sinn kommen, wenn ein Problem auftritt
- erneut gesucht werden, wenn es um Entscheidungen geht
- gespeichert werden, weil man neugierig auf deine Maßstäbe ist
nur von 100 Leuten gesehen werden,
dann hast du bereits
eine sehr starke Marke.
Branding ist
kein Spiel, bei dem viele Leute gesehen werden,
sondern ein Spiel des Ausgewähltwerdens in entscheidenden Momenten.
In dem nächsten Beitrag
Im nächsten Beitrag
als Abschluss dieser Serie,
werden wir die bisherige Geschichte
in einem Satz zusammenfassen.
Was bedeutet es letztendlich,
eine Entwicklermarke aufzubauen?
Und
wie können wir all diese Geschichten
in alltäglichen Aufzeichnungen fortsetzen,
lassen Sie uns abschließend zusammenfassen.
Lassen Sie uns im nächsten Beitrag fortfahren.